Die permante Auseinandersetzung mit Gott, das Übertreten seiner Gebote, das Missachten seiner Vorschriften, das Murren, das Abwenden von ihm, all das zieht sich durch die ersten Bücher der Bibel. Und trotzdem Gott wendet sich seinem Volk immer wieder zu, nachdem dieses umkehrt. Das ist ein positiver Gedanke.
Wo ich mich aber nicht wiederfinde in den ersten Büchern, ist in dem Zusammenhang, dass jede Tat eine Konsequenz hat, dass Gott straft, wer seine Gebote verletzt. Ganz besonders auffällig im Buch der Richter: „Die Israeliten taten, was dem Herrn missfiel.“ (Ri 2,11; 3,7; 3,12) Jedesmal enbrennt der „Zorn des Herrn“ und Israel gerät unter fremde Herrschaft. Das Ganze ist in der Erzählung formelhaft gestaltet. So erklären es die Bibelwissenschaftler. Es ist vielleicht auch der Zusammenhang von militärischem Erfolg und Religion der mich stört, wenn ich auf die aktuellen Konflikte schaue. Dieses Denken scheint nicht aus der Welt zu schaffen zu sein.
