Kleinigkeiten wertschätzen

Ijob 1
[21] Der HERR hat gegeben, der HERR hat genommen;

Der Satz aus dem Buch Hiob ist zu einer Redensart geworden. Auch bei meinen Eltern fiel er manchmal, auch wenn es nie so existenziell war, wie in der Hiob-Erzählung. Er wurde ähnlich gebraucht wie der Satz: „Wie gewonnen, so zerronnen.“ Meistens war da auch ein ironischer Unterton, zum Beispiel, wenn ein Spielzeug kaputt ging. Und gleichzeitig war damit gesagt: „Glaube nicht, dass wir das neu kaufen.“ Das war für mich manchmal schmerzhaft, in einer Zeit, in der wir nicht alles im Überfluss hatten. Meine Kinder trösteten sich schnell über ein kaputtes Spielzeug hinweg, weil sie viel mehr hatten oder weil bald schon jemand ein neues schenkte. Realität. Doch frage ich mich, ob die Wertschätzung für das Einzelne bleibt? Oder anders gefragt, wie kann ich diese Wertschätzung für das Kleine, Unscheinbare vermitteln in einer Zeit, in der alles verfügbar und alles ersetzbar zu sein scheint (wenn man die entsprechenden Ressourcen hat)?

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